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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

ONFYRE

Version 1.1 – Stand: August 2026

§ 1 Geltungsbereich und Vertragsgegenstand

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge zwischen der appnormal GmbH, mit Sitz in Taunusstein, vertreten durch die Geschäftsführer Jan Kuntscher und Philip Feldmann (nachfolgend „Anbieter“ oder „wir“), und den Nutzern (nachfolgend „Nutzer“ oder „Sie“) der Plattform ONFYRE (nachfolgend „Plattform“ oder „Dienst“).

(2) ONFYRE ist eine webbasierte Link-in-Bio-Plattform, die es Nutzern ermöglicht, personalisierte Landingpages mit Links, Bildern und Videos zu erstellen und öffentlich zugänglich zu machen.

(3) Die Plattform richtet sich sowohl an Verbraucher (B2C) als auch an Unternehmer (B2B) im Sinne der §§ 13, 14 BGB. Die AGB gelten weltweit für alle Nutzer der Plattform.

(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Nutzers werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.

(5) Die jeweils aktuelle Fassung dieser AGB ist auf der Plattform unter dem Menüpunkt „AGB“ einsehbar.

§ 2 Registrierung und Nutzerkonto

(1) Die Nutzung der Plattform setzt eine Registrierung und die Erstellung eines Nutzerkontos voraus. Mit der Registrierung kommt ein Nutzungsvertrag zwischen dem Nutzer und dem Anbieter zustande.

(2) Die Registrierung ist nur Personen gestattet, die das 16. Lebensjahr vollendet haben. Personen zwischen 16 und 18 Jahren benötigen die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten. Der Anbieter behält sich das Recht vor, einen Nachweis der Zustimmung zu verlangen.

(3) Der Nutzer ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und diese stets aktuell zu halten.

(4) Jeder Nutzer darf nur ein Nutzerkonto unterhalten, sofern der Anbieter nicht ausdrücklich eine abweichende Regelung getroffen hat.

(5) Der Nutzer ist für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten selbst verantwortlich. Er haftet für sämtliche Aktivitäten, die unter Verwendung seines Nutzerkontos vorgenommen werden, sofern er nachweisen kann, dass ihn kein Verschulden trifft. Der Nutzer ist verpflichtet, den Anbieter unverzüglich über eine unbefugte Nutzung seines Kontos zu informieren.

§ 3 Leistungsbeschreibung und Tarife

(1) Der Anbieter stellt die Plattform ONFYRE in folgenden Tarifen zur Verfügung:

a) Free-Tarif: Der Free-Tarif ermöglicht die grundlegende Nutzung der Plattform mit eingeschränktem Funktionsumfang. Die im Free-Tarif verfügbaren Funktionen ergeben sich aus der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung auf der Plattform. Der Free-Tarif ist unentgeltlich.

b) Pro-Tarif: Der Pro-Tarif bietet erweiterte Funktionen und erweiterten Funktionsumfang. Die im Pro-Tarif verfügbaren Funktionen und der jeweilige Preis ergeben sich aus der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung und Preisliste auf der Plattform. Der Pro-Tarif ist kostenpflichtig.

(2) Der Anbieter behält sich das Recht vor, den Funktionsumfang der einzelnen Tarife jederzeit zu ändern, zu erweitern oder einzuschränken. Wesentliche Einschränkungen bestehender Funktionen im Pro-Tarif werden dem Nutzer mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten mitgeteilt. In diesem Fall steht dem Nutzer ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung zu.

§ 4 Kostenlose Testphase (Pro-Tarif)

(1) Der Anbieter kann für den Pro-Tarif eine kostenlose Testphase anbieten. Dauer und Umfang der Testphase werden bei Aktivierung auf der Plattform angezeigt.

(2) Während der Testphase stehen dem Nutzer die Funktionen des Pro-Tarifs im jeweils angezeigten Umfang zur Verfügung.

(3) Sofern der Nutzer die Testphase nicht vor deren Ablauf kündigt, geht das Abonnement automatisch in ein kostenpflichtiges Pro-Abonnement über. Der Nutzer wird vor Beginn der Testphase über die automatische Verlängerung und den dann geltenden Preis informiert.

(4) Die Kündigung der Testphase kann jederzeit vor Ablauf über die Kontoeinstellungen auf der Plattform erfolgen.

§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Die aktuellen Preise für den Pro-Tarif ergeben sich aus der Preisliste auf der Plattform. Alle Preise verstehen sich inklusive der jeweils geltenden gesetzlichen Mehrwertsteuer, sofern nicht anders angegeben.

(2) Der Pro-Tarif kann wahlweise als Monatsabonnement oder als Jahresabonnement abgeschlossen werden. Die Abrechnung erfolgt im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum (monatlich bzw. jährlich).

(3) Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe, Ltd.). Es gelten zusätzlich die Nutzungsbedingungen von Stripe. Der Nutzer stellt sicher, dass die bei Stripe hinterlegten Zahlungsinformationen stets aktuell und gültig sind.

(4) Kommt der Nutzer mit einer Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Pro-Tarif zu sperren, bis die ausstehende Zahlung beglichen ist. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt.

(5) Der Anbieter behält sich das Recht vor, die Preise für den Pro-Tarif mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums zu ändern. Der Nutzer hat in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preisänderung.

§ 6 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Der Nutzungsvertrag für den Free-Tarif wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Seiten jederzeit ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden.

(2) Das Monatsabonnement des Pro-Tarifs verlängert sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat, sofern es nicht bis zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums gekündigt wird.

(3) Das Jahresabonnement des Pro-Tarifs verlängert sich automatisch um jeweils ein weiteres Jahr, sofern es nicht mit einer Frist von 30 Tagen vor Ablauf des jeweiligen Abrechnungszeitraums gekündigt wird.

(4) Die Kündigung kann über die Kontoeinstellungen auf der Plattform oder in Textform (z. B. per E-Mail) erfolgen.

(5) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Nutzer wesentlich gegen diese AGB verstößt, insbesondere gegen die Pflichten aus § 7 oder § 8.

(6) Nach wirksamer Kündigung des Pro-Tarifs wird das Nutzerkonto automatisch auf den Free-Tarif umgestellt, sofern der Nutzer sein Konto nicht vollständig löscht. Bereits gezahlte Beträge für den laufenden Abrechnungszeitraum werden nicht erstattet.

§ 7 Pflichten des Nutzers

(1) Der Nutzer verpflichtet sich, die Plattform nur im Rahmen der geltenden Gesetze und dieser AGB zu nutzen.

(2) Dem Nutzer ist es insbesondere untersagt:

a) Inhalte einzustellen, die gegen geltendes Recht verstoßen, insbesondere strafrechtlich relevante, rassistische, gewaltverherrlichende, pornografische, jugendgefährdende oder verleumderische Inhalte;

b) Inhalte einzustellen, die Rechte Dritter verletzen, insbesondere Urheberrechte, Markenrechte, Persönlichkeitsrechte oder Datenschutzrechte;

c) die Plattform für Spam, Phishing, die Verbreitung von Malware oder für betrügerische Zwecke zu nutzen;

d) die Plattform oder ihre Infrastruktur in einer Weise zu nutzen, die deren Funktionsfähigkeit beeinträchtigt oder gefährdet;

e) Inhalte einzustellen, die darauf abzielen, Dritte über die Identität des Nutzers zu täuschen (Impersonation);

f) automatisierte Verfahren, Bots oder Scraping-Tools einzusetzen, um auf die Plattform zuzugreifen, sofern der Anbieter dem nicht ausdrücklich zugestimmt hat.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, Inhalte, die gegen diese AGB oder geltendes Recht verstoßen, ohne vorherige Ankündigung zu entfernen oder zu sperren. Darüber hinaus ist der Anbieter berechtigt, das Nutzerkonto vorübergehend oder dauerhaft zu sperren.

(4) Der Nutzer stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund einer schuldhaften Verletzung der Pflichten aus diesem § 7 durch den Nutzer entstehen. Der Nutzer trägt die angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung des Anbieters.

(5) Der Nutzer ist verpflichtet, bei der Einrichtung seiner rechtlichen Seiten den zutreffenden Nutzertyp wahrheitsgemäß auszuwählen. Die jeweils verfügbaren Nutzertypen und deren Beschreibung ergeben sich aus der Plattform. Ändert sich die Art der Nutzung, ist der Nutzer verpflichtet, seinen Nutzertyp unverzüglich anzupassen. Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Folgen, die aus einer fehlerhaften oder unterlassenen Auswahl entstehen.

§ 8 Inhalte und geistiges Eigentum

(1) Der Nutzer behält sämtliche Rechte an den von ihm eingestellten Inhalten (Links, Bilder, Videos und sonstige Medien). Durch das Einstellen von Inhalten räumt der Nutzer dem Anbieter jedoch ein nicht-exklusives, weltweites, unentgeltliches, widerrufliches Recht ein, diese Inhalte im Rahmen der Erbringung des Dienstes zu speichern, zu verarbeiten, öffentlich zugänglich zu machen und technisch notwendige Vervielfältigungen vorzunehmen (z. B. Thumbnail-Erstellung, Caching, Optimierung für verschiedene Endgeräte).

(2) Die vom Nutzer erstellten ONFYRE-Seiten sind öffentlich über das Internet abrufbar. Der Nutzer nimmt zur Kenntnis und erklärt sich damit einverstanden, dass die von ihm eingestellten Inhalte für jeden Besucher seiner ONFYRE-Seite sichtbar sind.

(3) Der Nutzer sichert zu, dass er über alle erforderlichen Rechte an den von ihm eingestellten Inhalten verfügt und dass die Einstellung und Veröffentlichung dieser Inhalte keine Rechte Dritter verletzt.

(4) Der Anbieter ist berechtigt, die vom Nutzer erstellten, öffentlich zugänglichen ONFYRE-Seiten sowie Bildschirmdarstellungen (Screenshots) und Ausschnitte davon zur Darstellung, Bewerbung und Veröffentlichung der Plattform zu nutzen, insbesondere auf den Websites des Anbieters, in sozialen Medien, in Pressemitteilungen, Werbematerialien und Präsentationen. Die Darstellung erfolgt so, wie die Seite öffentlich abrufbar ist, einschließlich Seitentitel, Benutzername (Handle) und der vom Nutzer eingestellten Inhalte.

(5) Eine Nutzung nach Absatz 4 erfolgt ausschließlich zur Veranschaulichung der Plattform und ihrer Funktionen. Der Anbieter wird den Nutzer dabei nicht als Empfehlungsgeber oder Fürsprecher darstellen und ihm keine Aussagen, Bewertungen oder Empfehlungen zuschreiben. Eine darüber hinausgehende werbliche Nutzung, insbesondere die Verwendung von Portraitaufnahmen des Nutzers oder von Testimonials, erfolgt nur mit dessen vorheriger, gesonderter Einwilligung.

(6) Der Nutzer kann der Nutzung nach Absatz 4 jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widersprechen, über die Kontoeinstellungen auf der Plattform oder in Textform (z. B. per E-Mail an support@onfyre.atlassian.net). Nach Zugang des Widerspruchs wird der Anbieter die Nutzung für künftige Maßnahmen einstellen; bereits veröffentlichte Materialien wird der Anbieter in zumutbarem Umfang anpassen oder entfernen.

(7) Sämtliche Rechte an der Plattform ONFYRE, einschließlich Design, Quellcode, Marken, Logos und übriger Schutzelemente, verbleiben beim Anbieter. Dem Nutzer wird lediglich ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht an der Plattform für die Dauer des Vertragsverhältnisses eingeräumt.

§ 9 Verfügbarkeit und Support

(1) Der Anbieter bemüht sich, die Plattform möglichst unterbrechungsfrei zur Verfügung zu stellen. Der Anbieter übernimmt jedoch keine Garantie für eine ununterbrochene Verfügbarkeit.

(2) Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform vorübergehend außer Betrieb zu setzen, soweit dies aus technischen Gründen (z. B. Wartung, Sicherheitsupdates, Kapazitätserweiterung) erforderlich ist. Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit im Voraus angekündigt und vorzugsweise in nutzungsarmen Zeiten durchgeführt.

(3) Ein technischer Support wird für den Pro-Tarif im jeweils auf der Plattform beschriebenen Umfang angeboten. Für den Free-Tarif besteht kein Anspruch auf individuellen Support.

§ 10 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.

(2) Der Anbieter haftet unbeschränkt für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.

(3) Bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) durch leichte Fahrlässigkeit ist die Haftung des Anbieters auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf.

(4) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für Schäden aus leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(5) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Ansprüche aus dem Produkthaftungsgesetz sowie für Ansprüche aufgrund einer vom Anbieter übernommenen Garantie.

(6) Der Anbieter haftet nicht für die Inhalte, die Nutzer auf der Plattform einstellen, und nicht für die Inhalte externer Webseiten, auf die über die Plattform verlinkt wird. Die Verantwortung für diese Inhalte liegt ausschließlich beim jeweiligen Nutzer bzw. beim Betreiber der externen Webseite.

(7) Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die durch höhere Gewalt, Störungen bei Drittanbietern (einschließlich Stripe), Cyberangriffe oder sonstige Umstände außerhalb seines Einflussbereichs entstehen.

(8) Der Anbieter stellt auf der Plattform Vorlagen für rechtliche Seiten (insbesondere Datenschutzerklärung und Impressum) als unverbindliche Hilfsmittel zur Verfügung. Dies stellt keine Rechtsberatung dar. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder rechtliche Eignung dieser Vorlagen im Einzelfall. Der Nutzer ist selbst dafür verantwortlich, die Einhaltung seiner gesetzlichen Pflichten sicherzustellen und bei Bedarf eigenen rechtlichen Rat einzuholen.

§ 11 Datenschutz

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten der Nutzer gemäß den Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) sowie weiterer anwendbarer datenschutzrechtlicher Vorschriften.

(2) Einzelheiten zur Datenverarbeitung, insbesondere zu Art, Umfang und Zweck der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten, ergeben sich aus der separat abrufbaren Datenschutzerklärung der Plattform.

(3) Die Daten der Nutzer werden auf Servern innerhalb der Europäischen Union gehostet.

(4) Sofern die Plattform Analyse- und Tracking-Funktionen bereitstellt (z. B. Klick-Statistiken für die ONFYRE-Seiten des Nutzers), werden die dabei erhobenen Daten in der Datenschutzerklärung näher beschrieben.

(5) Soweit Drittanbieter-Integrationen (z. B. Social-Media-Plattformen) genutzt werden, gelten zusätzlich die jeweiligen Datenschutzbestimmungen der Drittanbieter. Der Nutzer ist selbst dafür verantwortlich, sich über die Datenschutzpraktiken der Drittanbieter zu informieren.

(6) Soweit der Nutzer über die Plattform personenbezogene Daten Dritter erhebt (z. B. über Kontaktformulare oder Newsletter-Anmeldungen), ist er im Sinne der DSGVO Verantwortlicher für diese Datenverarbeitung. Der Anbieter verarbeitet diese Daten ausschließlich als Auftragsverarbeiter im Auftrag des Nutzers. Der Nutzer ist verpflichtet, die einschlägigen datenschutzrechtlichen Vorschriften einzuhalten, insbesondere die Informationspflichten gegenüber betroffenen Personen. Anfragen betroffener Personen zur Ausübung ihrer Rechte (Art. 15–22 DSGVO) bezüglich dieser Daten richten sich an den Nutzer als Verantwortlichen.

§ 12 Auftragsverarbeitung

(1) Soweit der Anbieter im Rahmen der Plattformnutzung personenbezogene Daten verarbeitet, für die der Nutzer Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO ist (vgl. § 11 Abs. 6), erfolgt diese Verarbeitung als Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen. Diese Bestimmungen gehen für die Auftragsverarbeitung den übrigen Regelungen dieser AGB vor.

(2) Gegenstand, Dauer, Art und Zweck: Gegenstand der Verarbeitung ist die technische Speicherung, Bereitstellung und Verarbeitung personenbezogener Daten, die der Nutzer über Funktionen der Plattform (z. B. Kontaktformulare, Newsletter-Anmeldungen) von Dritten erhebt. Die Dauer entspricht der Laufzeit des Nutzungsvertrags. Zweck ist die Erbringung der vertraglich vereinbarten Plattformfunktionen.

(3) Art der Daten und Kategorien betroffener Personen: Verarbeitet werden insbesondere Kontaktdaten (Name, E-Mail-Adresse) und Kommunikationsinhalte. Betroffene Personen sind die Besucher der ONFYRE-Seite des Nutzers, die Daten über die genannten Funktionen übermitteln.

(4) Weisungsbindung: Der Anbieter verarbeitet die Daten ausschließlich im Rahmen der getroffenen Vereinbarungen und nach dokumentierten Weisungen des Nutzers. Die Nutzung der Plattformfunktionen durch den Nutzer gilt als Weisung. Der Anbieter informiert den Nutzer unverzüglich, wenn er der Auffassung ist, dass eine Weisung gegen datenschutzrechtliche Vorschriften verstößt.

(5) Vertraulichkeit: Der Anbieter gewährleistet, dass sich die zur Verarbeitung befugten Personen zur Vertraulichkeit verpflichtet haben oder einer angemessenen gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht unterliegen.

(6) Technische und organisatorische Maßnahmen: Der Anbieter trifft die erforderlichen Maßnahmen gemäß Art. 32 DSGVO, insbesondere Verschlüsselung der Datenübertragung (TLS/SSL), Zugriffskontrollen und regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen. Eine aktuelle Beschreibung der Maßnahmen ergibt sich aus der Datenschutzerklärung der Plattform.

(7) Unterauftragsverarbeiter: Der Nutzer erteilt die allgemeine Genehmigung zur Einschaltung von Unterauftragsverarbeitern. Eine stets aktuelle Liste der eingesetzten Unterauftragsverarbeiter einschließlich ihres jeweiligen Verarbeitungszwecks und Standorts ist unter onfy.re/subprocessors abrufbar. Der Anbieter informiert den Nutzer über beabsichtigte Änderungen in Bezug auf die Hinzuziehung oder Ersetzung von Unterauftragsverarbeitern in geeigneter Form (z. B. durch Aktualisierung der genannten Liste mit Benachrichtigungsfunktion oder per E-Mail) und räumt dem Nutzer die Möglichkeit ein, der Änderung aus wichtigem datenschutzrechtlichem Grund innerhalb von 30 Tagen zu widersprechen. Im Falle eines berechtigten Widerspruchs ist der Anbieter berechtigt, den betroffenen Dienst anzupassen oder den Vertrag zu kündigen.

(8) Unterstützungspflichten: Der Anbieter unterstützt den Nutzer im Rahmen seiner Möglichkeiten mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen bei der Erfüllung der Betroffenenrechte (Art. 12–22 DSGVO) sowie bei den Pflichten aus Art. 32–36 DSGVO (Datensicherheit, Meldung von Datenschutzverletzungen, Datenschutz-Folgenabschätzung).

(9) Löschung: Nach Beendigung des Nutzungsvertrags löscht der Anbieter die im Auftrag verarbeiteten Daten gemäß § 13 (90-Tage-Frist), sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Der Nutzer kann seine Daten vor Vertragsende über die Plattformfunktionen exportieren.

(10) Nachweise: Der Anbieter stellt dem Nutzer alle erforderlichen Informationen zum Nachweis der Einhaltung der Pflichten aus Art. 28 DSGVO zur Verfügung. Dies erfolgt vorrangig durch Vorlage geeigneter Dokumentation (z. B. Zertifizierungen der Unterauftragsverarbeiter, Beschreibung der technischen und organisatorischen Maßnahmen).

§ 13 Löschung des Nutzerkontos und Datenaufbewahrung

(1) Der Nutzer kann sein Nutzerkonto jederzeit über die Kontoeinstellungen auf der Plattform löschen.

(2) Nach Löschung des Nutzerkontos werden die Nutzerdaten innerhalb von 90 Tagen vollständig und unwiderruflich gelöscht, sofern nicht gesetzliche Aufbewahrungspflichten einer früheren Löschung entgegenstehen (z. B. handels- oder steuerrechtliche Aufbewahrungsfristen).

(3) Die Löschung des Nutzerkontos ist endgültig. Eine Wiederherstellung des Kontos oder der vom Nutzer eingestellten Inhalte ist nicht möglich.

(4) Die öffentlich zugängliche ONFYRE-Seite des Nutzers wird unmittelbar nach Löschung des Nutzerkontos deaktiviert und ist nicht mehr über das Internet abrufbar.

§ 14 Meldung rechtswidriger Inhalte

(1) Jeder Nutzer und jeder Dritte kann Inhalte auf der Plattform, die er für rechtswidrig hält, dem Anbieter melden. Die Meldung kann per E-Mail oder über ein auf der Plattform bereitgestelltes Meldeformular erfolgen.

(2) Der Anbieter wird gemeldete Inhalte in angemessener Frist prüfen und gegebenenfalls entfernen oder den Zugang zu ihnen sperren, sofern eine Rechtswidrigkeit festgestellt wird.

(3) Der Anbieter handelt hierbei im Einklang mit den Anforderungen des Digital Services Act (DSA, Verordnung (EU) 2022/2065) sowie des deutschen Digitale-Dienste-Gesetzes (DDG).

§ 15 Widerrufsrecht für Verbraucher

(1) Ist der Nutzer Verbraucher im Sinne des § 13 BGB, steht ihm ein gesetzliches Widerrufsrecht zu.

Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht: Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (appnormal GmbH, Silberbachstraße 9L, 65232 Taunusstein, E-Mail: support@onfyre.atlassian.net) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Folgen des Widerrufs: Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrages bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart.

(2) Das Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag über die Bereitstellung digitaler Inhalte, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden, wenn der Anbieter mit der Vertragserfüllung begonnen hat, nachdem der Nutzer ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter mit der Vertragserfüllung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und der Nutzer seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung mit Beginn der Vertragserfüllung sein Widerrufsrecht verliert.

§ 16 Änderung dieser AGB

(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, sofern dies aus sachlich gerechtfertigten Gründen erforderlich ist (z. B. Änderung der Rechtslage, Änderung der Rechtsprechung, Änderung des Leistungsumfangs, technische Weiterentwicklung).

(2) Der Nutzer wird über Änderungen der AGB mindestens 30 Tage vor deren Inkrafttreten per E-Mail oder durch einen Hinweis auf der Plattform informiert.

(3) Widerspricht der Nutzer den geänderten AGB nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. In der Änderungsmitteilung wird der Nutzer auf sein Widerspruchsrecht und die Bedeutung der Widerspruchsfrist ausdrücklich hingewiesen.

(4) Widerspricht der Nutzer den geänderten AGB, besteht der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fort. Der Anbieter behält sich in diesem Fall das Recht zur ordentlichen Kündigung des Vertrages vor.

§ 17 Drittanbieter-Integrationen

(1) Die Plattform kann Integrationen mit Diensten Dritter (z. B. Social-Media-Plattformen, Analyse-Tools) anbieten oder in Zukunft anbieten.

(2) Für die Nutzung solcher Drittanbieter-Dienste gelten die jeweiligen Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen der Drittanbieter. Der Anbieter übernimmt keine Haftung für die Verfügbarkeit, Funktionsfähigkeit oder Sicherheit von Drittanbieter-Diensten.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, Integrationen mit Drittanbieter-Diensten jederzeit einzustellen, einzuschränken oder zu ändern.

§ 18 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Gegenüber Verbrauchern mit gewöhnlichem Aufenthalt in der EU gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dem Verbraucher nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Rechts des Staates entzogen wird, in dem er seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat (Art. 6 Abs. 2 Rom I-VO).

(2) Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis der Sitz des Anbieters. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.

(3) Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS-Plattform) bereit, die unter https://ec.europa.eu/consumers/odr erreichbar ist. Der Anbieter ist weder verpflichtet noch bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird hierdurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

(5) Die Vertragssprache ist Deutsch. Im Falle von Übersetzungen dieser AGB in andere Sprachen ist im Zweifel die deutsche Fassung maßgeblich.

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